Genetik der Gene und RNA-Mutationen

En résumé (grâce à un LLM libre auto-hébergé)

  • Der Artikel behandelt eine Entdeckung in der Genetik, bei der ein Gen je nach seiner Anwesenheit auf einem oder zwei Chromosomen entgegengesetzte Wirkungen haben kann.
  • Ein Beispiel wird anhand von Petunien gegeben, deren Farbe sich bei genetischen Manipulationen verändert und so die komplexe Wechselwirkung von Genen verdeutlicht.
  • Der Artikel betont, dass 98 % der menschlichen Gene weiterhin unzureichend verstanden werden und möglicherweise hemmende Funktionen haben könnten.

Genetik von Genen und Mutationen RNA

Kommentar von Jean-Christophe Rabouin

  1. August 2002

Ich habe Ihren Artikel vom 6. August 2002 über die bakteriologischen Waffen, die die Japaner in China einsetzten, sorgfältig gelesen. In Ihrer Darstellung beschreiben Sie eine Krankheit, bei der die Anwesenheit eines Krankheitsgens auf einem einzigen Chromosom einen erkrankten Menschen ergibt, während die gleichzeitige Anwesenheit des Gens auf beiden Chromosomen einen gesunden Menschen produziert. Kürzlich habe ich jedoch einen Artikel (beigefügt) gelesen, der die Gründe dafür erläutert, warum man solche Ergebnisse erzielen kann. Ich möchte besonders auf den Abschnitt hinweisen, der sich mit der Farbe von Narzissen beschäftigt, sowie auf die Abschnitte über RNA-Fragmente, die die Genexpression hemmen und diese somit „stumm“ machen.

Mit freundlichen Grüßen, Jean-Christophe Rabouin

Die E-Mail von J.C. Rabouin war mit einer beigefügten Datei versehen, die die PDF-Kopie eines Artikels aus der Wall Street Journal Europe darstellt, mit dem Titel:

The Silent Treatment
Some Genes May Exist Simply to Stop Others
(Der „stumme Umgang“. Einige Gene könnten lediglich dazu dienen, andere Gene zu unterdrücken.)

Artikel von Antonio Regalado

Unterseite www.pressplus.com Um direkt zu kontaktieren: J.C. Rabouin und die vollständige PDF-Datei zu erhalten, deren Inhalt ich hier kurz zusammenfassen werde.

Im Artikel über bakteriologische Waffen hatte ich bereits auf die Lücken in den biologischen Kenntnissen zur Genetik hingewiesen, wobei ich das Beispiel der Sequenz im Zusammenhang mit Glaukom nannte, bei der die Krankheit bei zweifacher Anwesenheit dieser Sequenz nicht ausbricht. Der Artikel, den J.C. Rabouin mir zugesandt hat, bestätigt dies vollständig. Kurz zusammengefasst: Der Biologe Richard Jorgensen, der an Petunien genetische Manipulationen durchführte, hatte die Idee, nachdem er die genetische Sequenz identifiziert hatte, die für die rote Farbe dieser Pflanze verantwortlich ist, zu prüfen, ob die Farbintensität nicht erhöht werden könnte, indem er das Gen zweimal klonen würde. Und hier ist, was er erhielt (das Objekt benannte er sofort „den Kosaken-Tänzer“):

Die Blüte wurde weder vollständig weiß noch vollständig rot, sondern zeigte bei der Öffnung diese eigenartige Form. Im weiteren Artikel wird selbstverständlich von „Gen-Interaktion“ gesprochen. Es scheint, als hätten die Biologen entdeckt, dass jenseits der rein lexikalischen Funktion dieser „Wörter des Lebens“, also der Gene, möglicherweise grammatische, syntaktische oder sogar semantische Regeln existieren könnten. Diese Entdeckung verbreitete sich sofort wie ein Lauffeuer durch die Laboratorien und wurde selbstverständlich als Zeichen gedeutet, dass bestimmte Erkrankungen, die mit genetischen Sequenzen verbunden sind, behandelt werden könnten, indem man das „Hemmgen“ entdeckt, aktiviert oder transplantiert. Der Artikel sagt: „Als die vollständige Karte des menschlichen Genoms letztes Jahr veröffentlicht wurde, erkannten die Wissenschaftler, dass sie keine Ahnung hatten, welche Rolle 98 % der identifizierten Gene spielten.“ Diese nicht identifizierten Gene erhielten den Namen „stumme Gene“. Die jüngste Entdeckung deutet darauf hin, dass viele dieser Gene möglicherweise eine hemmende Funktion haben. Später schreibt der Autor: „It was an almost retro process“ (es kam fast einem Rückgangsprozess gleich).

Es gibt zwei Möglichkeiten, diese beeindruckende Entdeckung zu „lesen“. Dabei fällt auf, dass man bei einer Übertragung des „Kosaken-Tänzers“-Effekts auf das Glaukom ein Kind, dessen Genom diese Sequenz zweimal trägt, anstatt eine normale Sehfähigkeit oder Blindheit zu entwickeln, möglicherweise „halbblind“ werden könnte, wobei die Netzhaut beispielsweise nur in bestimmten Bereichen reagiert, die der Form des „Kosaken-Tänzers“ entsprechen.

Genetiker verfügen tatsächlich über neue Schlüssel, um auf das Leben einzuwirken. Doch gleichzeitig wird deutlich, dass die verschiedenen Segmente eines Genoms miteinander interagieren, wie Wörter eines Satzes oder Sätze eines Textes. Niemand scheint die möglichen negativen Aspekte dieser Techniken zu beachten. Bisher war die Strategie äußerst einfach: Ein Lebewesen (einschließlich des Menschen) weist einen Mangel an einem bestimmten Bio-Produkt auf, was als „genetische Erkrankung“ gilt. Kein Problem: Es genügt, das fehlende Gen in sein Genom einzubauen. Testard bemerkt in „Das durchsichtige Ei“, dass diese Methoden zur Behandlung genetischer Krankheiten durch genetische „Ingenieurtechnik“ bisher beim Menschen nie etwas gebracht haben. Alles, was man bisher erreicht hat, ist… fluoreszierende Mäuse. Offensichtlich sind die Dinge jedoch weitaus komplexer. Was aus diesen neueren Arbeiten hervorgeht – von denen viele bereits vermutet hatten (einschließlich mir) – ist, dass ein Genom keine einfache Folge elementarer Befehle ist, die isoliert behandelt werden können, genauso wenig wie ein Buch nur eine bloße Zusammenstellung von Wörtern ist. Ändert man ein Wort in einem Satz, einer Prozedur oder einem Vertrag, kann man die erwartete Wirkung völlig verändern. Alles dies ruft Bescheidenheit hervor. Doch genau das kommt in diesem Artikel nicht heraus, wo die Biologen erneut das Gefühl haben, vor einem neuen „Wilden Westen“ zu stehen, in dem alles ausprobiert und unternommen werden kann. Ein gefährliches Spiel des jungen Zauberlehrlings, in allen Bereichen des Lebens.