Die Technik der Lithografie, der „Gravur auf Stein“

En résumé (grâce à un LLM libre auto-hébergé)

  • Die Lithographie ist eine Drucktechnik, die eine lithographische Steinplatte verwendet, die im 19. Jahrhundert entwickelt wurde.
  • Das Verfahren besteht darin, mit einem fetten Bleistift auf den Stein zu zeichnen, ihn anschließend zu bestücken und auf Papier abzudrucken.
  • Die Lithographie ermöglicht feine Grautöne und detaillierte Darstellungen, im Gegensatz zu anderen Gravurtechniken.

Die Technik der Lithographie, die „Kunst der Steinzeichnung“

Lithographie

Lithos, griechisch: Stein. Die Lithographie ist eine Drucktechnik, die im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte und auf den Eigenschaften eines sogenannten „lithographischen Steins“ beruht, der in Deutschland vorkommt. Das Verfahren ist äußerst originell. Bei der Holzschnitzerei, einer der frühesten Techniken, die je praktiziert wurden, gräbt man lediglich alle Bereiche aus, die nicht eingefärbt werden sollen. Sobald die Arbeit abgeschlossen ist, wird die Platte mit einer Walze oder einem mit Tinte getränkten Tuchstempel eingerieben und anschließend auf Stoff, Pergament oder Papier aufgedrückt. Doch man erkennt schnell, dass diese Technik äußerst begrenzt ist. Man kann nur flächige, ebene Flächen erzeugen, und die Feinheit der Linien, der „Striche“, bleibt sehr eingeschränkt. Bei der Lithographie geht man nun anders vor und erzeugt eine Matrix durch „chemisch-abrasiven“ Prozess, der später näher beschrieben wird. Ich habe diese Technik sehr oft angewandt, und sobald dies möglich ist, werde ich einige Bilder zeigen, die vor etwa zwei bis drei Jahrzehnten von mir selbst erstellt wurden. Die Lithographiepresse ist auf der folgenden Zeichnung sichtbar. Nebenbei bemerkt, ich habe diese Zeichnung selbst angefertigt, und es handelt sich dabei um eine Federzeichnung mit Schraffuren. Die Wiedergabe auf Ihrem Bildschirm oder Ihrer Druckvorrichtung wird jedoch nicht die volle Feinheit erkennen lassen. Geringfügig.

Was erkennt man auf dieser Abbildung?

Im Hintergrund ist der Lithograph, der seine Tinten vorbereitet – genauer gesagt, seine Tinte, da jeder Druckgang einfarbig ist. Vor ihm im Vordergrund befindet sich ein lithographischer Stein, bereits auf der Presse platziert. Zwei weitere Steine stehen senkrecht an der Maschine, die man „Hornvieh“ nennt. Bei genauer Betrachtung erkennt man, dass der lithographische Stein, der eine beachtliche Dicke und Masse besitzt, auf einem Wagen ruht. Dieser Wagen kann sich längs auf Schienen bewegen. Hier von rechts nach links im Bild. Der Stein ist auf seinem Eisenwagen fixiert. Dieser ist an einen Riemen angebracht, der sich um eine Trommel wickelt, die mit der Achse der Sternrad-Flügelrad-Struktur im linken Hintergrund verbunden ist. Der Druckvorgang kann durch die folgende Übung veranschaulicht werden: Nehmen Sie zwei Blätter Papier. Zeichnen Sie auf einem Blatt etwas mit einem sehr fettigen Bleistift. Legen Sie dann dieses Blatt gegen ein sauberes Blatt, wie in der Abbildung gezeigt:

Die linke Hand drückt die beiden Blätter fest zusammen und simuliert hierbei das „Messer“, das in der Federzeichnung in erhobener Position mit seinem Haken zu sehen ist. Mit der rechten Hand ziehen Sie nun beide Blätter zusammen. Beim Durchgang unter dem „Messer“ wird der fette Bleistift des ersten Blattes auf das zweite Blatt gepresst und dort seine Linie übertragen.

Der Vorgang ist bei der Lithographie analog. Nachdem der Stein eingefärbt wurde (dies wird später erläutert), legt man eine „Tintenpapier“-Blatt darauf, also ein hochwertiges, etwas dickes Papier, das aus Lumpen hergestellt wird. Dieses Papier wird vorher mit Wasser angefeuchtet, um es weicher zu machen. Auf dieses Blatt legt man eine Filzplatte, dann ein dickes, geschmiertes Leder und schließlich klappt man das Messer herunter, das durch eine nicht sichtbare Vorrichtung von unten festgehalten wird. Da der Lithograph bei einer Serie von zwanzig bis hundert Exemplaren drucken muss, kann er sich nicht die Zeit nehmen, die Spannung durch eine Schraube einzustellen. Stattdessen wird sie durch ein Pedal erzeugt, das einen starken Hebelarm besitzt, dessen Mechanismus man links im Hintergrund erkennt. Sobald das Pedal heruntergedrückt und fixiert ist, bewegt der Lithograph das Rad, das auf der linken Seite sichtbar ist und dem Gerät seinen Namen gegeben hat. Dazu nutzt er seine Arme und gegebenenfalls auch seine Füße. Es ist entscheidend, dass die Fortbewegung des Steins so gleichmäßig wie möglich erfolgt, sonst würde eine plötzliche Beschleunigung oder Verzögerung zu lokalen Schwankungen der Tintenqualität führen. Sobald der Stein am Ende seiner Bahn angekommen ist, löst der Bediener das Pedal, hebt das Messer an, schiebt den Stein schnell wieder in die Ausgangsposition und bereitet ihn für den nächsten Druckgang vor. Dazu greift er mit kleinen Metallzangen nach den Blättern, um sie nicht mit den Fingern zu beschmutzen. Sein Assistent hängt sie anschließend an eine Schnur auf, damit sie trocknen können. Direkt oberhalb der Unterschrift im Vordergrund erkennt man zwei Tintenwalzen, die wie Teigwalzen verwendet werden.

Die offene Frage lautet nun: Wie gravieren wir diese Steine? Zunächst poliert man sie paarweise. Dazu legt man zwei dieser schweren Steine gegenüber, reibt sie mit der Hand gegeneinander und verwendet dabei Sand als Schleifmittel. Sand und Wasser. So erhält man auf den Steinen eine gewisse Körnung, die von der Korngröße des verwendeten Sandes abhängt. Grobkörniger Sand ergibt einen rauen Stein, feinkörniger einen glatten. Wenn man den Stein nun direkt nach dem Ausbau aus dem Bank erneut einfärbte, würde er gleichmäßig mit Tinte bedeckt sein. Auf der „Hornvieh“-Maschine würde er dann eine gleichmäßige Tintenschicht auf ein Papierblatt übertragen.

Der Künstler steht nun vor dem Stein mit einem lithographischen Bleistift, also einem sehr fettigen Bleistift. Mit diesem zeichnet er nun auf den Stein. Zeichnen mit einem Bleistift bedeutet, eine Papierfläche mehr oder weniger vollständig mit einem undurchsichtigen Material zu bedecken, das durch die Bewegung des Werkzeugs entsteht. Drückt man stark, erhält man eine tiefschwarze Linie. Bei leichterem Druck entsteht ein Grau, das immer heller wird, bis es fast unsichtbar wird. Aber was ist ein grauer Strich? In der Astronomie ist der Albedo-Wert, der zwischen null und 100 % variiert, die Fähigkeit, Licht zurückzuwerfen. Ein „schwarzes“ Objekt ist einfach ein Objekt mit einer Albedo von null oder nahezu null. Ein „weißes“ Objekt hat eine hohe Albedo. Das weiße Papier reflektiert das einfallende Licht, wobei nur ein kleiner Teil absorbiert wird. Es verhält sich nicht wie ein Spiegel, da das Licht in alle Richtungen gestreut wird. Der Bleistiftstift, der sehr schwarz ist, besteht aus einem Material mit sehr niedriger Albedo. Wenn man die Papierfläche mit Bleistift bedeckt, verringert man lokal den Albedo-Wert. Kurz gesagt: Man kann auf einem lithographischen Stein genau so zeichnen wie auf einem hellgrauen Papier. Die Körnung des Steins erinnert an die Körnung verschiedener Papierarten, die im Handel erhältlich sind: Bristol, Ingres, Canson.

Der Lithograph muss übrigens sein Bild „spiegelverkehrt“ gestalten, da das abgedruckte Bild genau das umgekehrte Bild ist. Ich selbst habe eine Reihe von Lithographien von Paris-Blicken angefertigt, wie die berühmte Place Furstemberg. Nachdem ich vor Ort eine konventionelle Bleistiftzeichnung angefertigt hatte, musste ich diese im Spiegelbild nachzeichnen, indem ich den Spiegelreflex meines Steins beobachtete. Man gewöhnt sich daran (wie bei allen Gravuren, wie der Kupferstich, die ich ebenfalls praktiziert habe). Sobald die Zeichnung auf dem Stein steht, wie gravieren wir ihn? Auf die einfachste Weise der Welt: mit Essigsäure. Man trägt diese Säure auf den Stein auf und lässt sie wirken. Man erhält so eine chemisch-abrasive Bearbeitung.

Das chemische Mittel greift vor allem die Erhebungen des Steins an. Wo es wirken kann, erzeugt es eine glatte Oberfläche, die keine Tinte mehr aufnimmt. Wo der Stein mit einer „Butterung“ aus lithographischem Bleistift bedeckt wurde, bleibt die Körnung unverändert. Dieser Bereich nimmt die Tinte auf und erzeugt einen tiefen Schwarzton. Zwischen beiden: alle möglichen Grautöne. Das Erstaunliche ist, dass die Wirkung der Säure die gewünschte Grautönung sehr genau nachbildet. Sobald die Säure ihre Wirkung nach einer gewissen Zeit erfüllt hat, wäscht man den Stein ab und entfernt anschließend alle Spuren mit einem Lösungsmittel...