LABORATORIO DI BIOLOGIA NUMERICA DIGITAL BIOLOGY LABORATORY
32 rue des Carnets, 92140 Clamart, Frankreich
Direttore: Dr. J. Benveniste
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Webseite: www.digibio.com
Übersetzung des Artikels aus dem Guardian (London) vom 15.03.01
Danke für das Gedächtnis
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Experimente stützen, was als wissenschaftliche Ketzerei galt, sagt Lionel Milgrom am Donnerstag, den 15. März 2001. Professor Madeleine Ennis von der Queen’s-Universität Belfast ist wie die meisten Wissenschaftler tief skeptisch gegenüber der Homöopathie. Dass ein pharmazeutisches Präparat, extrem verdünnt, bis nichts mehr davon übrig ist, dennoch eine therapeutische Wirkung entfalten könnte, ist eine Herausforderung für die konventionelle Biochemie und Pharmakologie, die auf direkten, greifbaren molekularen Ereignissen beruht. Ebenso gilt dies für die mögliche Erklärung, wie die Homöopathie funktioniert: das Wasser könnte auf irgendeine Weise eine „Erinnerung“ an die Substanzen speichern, die darin gelöst wurden. Diese letzte These, die weitgehend durch den französischen Biologen Dr. Jacques Benveniste populär gemacht wurde, kostete ihn sein Labor, seine Finanzierung und schließlich seine internationale wissenschaftliche Glaubwürdigkeit.
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Dennoch ließ dies Professor Ennis nicht entmutigen, die als Wissenschaftlerin keine Angst davor hatte, zu zeigen, dass Benveniste falsch lag. So nutzte sie, mehr als ein Jahrzehnt nach der Exkommunikation Benvenistes durch den herrschenden wissenschaftlichen Mainstream, die Gelegenheit, sich einer großen europäischen Forschungsgruppe anzuschließen, um endlich diese „Benveniste-Affäre“ auf der Grundlage wissenschaftlicher Kriterien zu beenden. Doch sie war nicht auf einen Schock vorbereitet: Die neuesten Ergebnisse der Gruppe deuten nun, um die Kontroverse weiter zu schüren, darauf hin, dass Benveniste möglicherweise von Anfang an recht hatte. 1985 begann Benveniste Experimente mit weißen Blutkörperchen, die an allergischen Reaktionen beteiligt sind, sogenannten Basophilen. Diese Zellen besitzen kleine Granula, die Substanzen wie Histamin enthalten, das teilweise für die allergische Reaktion verantwortlich ist. Diese Granula können mit einem speziellen Farbstoff gefärbt werden, verlieren aber ihre Farbe (man sagt, sie werden „entgranuliert“), wenn eine Substanz namens Anti-Immunoglobulin-E oder aIgE vorhanden ist. Bis hierher sind wir noch in der etablierten Wissenschaft. Was Benveniste behauptete – und was eine heftige Kontroverse auslöste – war, dass er auch dann eine Entgranulierung der Basophile beobachtete, wenn aIgE derart verdünnt wurde, dass nichts mehr davon übrig war, vorausgesetzt, dass bei jeder Verdünnungsstufe eine starke Erschütterung erfolgte, vergleichbar der Herstellung homöopathischer Mittel.
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Nach zahlreichen Experimenten verfasste Benveniste eine Zusammenfassung seiner Arbeit und veröffentlichte sie 1988 in der Zeitschrift Nature, wobei er vorschlug, dass das verwendete Wasser eine Art „Erinnerung“ an das ursprünglich gelöste aIgE bewahrt haben könnte. Die Homöopathen freuten sich und waren überzeugt, endlich den soliden Beweis zu haben, der die Homöopathie wissenschaftlich respektabel machen würde. Doch die Freude hielt nicht lange an. Unter der Leitung der Nature-Redaktion, der ein Magier angehörte (der zwar keine methodischen Fehler bei Benveniste fand – nur die Ergebnisse), wurde Benveniste von der wissenschaftlichen Elite öffentlich verurteilt. Wissenschaftler des London University College versuchten, die Experimente nachzustellen, scheiterten jedoch und berichteten darüber 1993 in Nature. Seitdem bemühte er sich, andere unabhängige Laboratorien davon zu überzeugen, seine Arbeiten zu reproduzieren, und behauptete, negative Ergebnisse wie die der englischen Gruppe seien auf ein Missverständnis seiner experimentellen Protokolle zurückzuführen.
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Dann tritt Professor Ennis auf den Plan und das paneuropäische Forschungsprojekt. Ein Konsortium aus vier unabhängigen Forschungslabors in Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden unter der Leitung von Professor Robertfroid an der Katholischen Universität von Löwen in Brüssel nutzte eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Experiments von Benveniste, die sich auf einen anderen Aspekt der Basophil-Aktivierung konzentriert. Diese Gruppe wusste, dass die Aktivierung der Entgranulierung der Basophile durch aIgE zur Freisetzung starker Mediatoren führt, darunter sehr große Mengen Histamin, das einen negativen Rückkopplungszyklus auslöst, der seine eigene Freisetzung begrenzt. Daher beinhaltete das Experiment der paneuropäischen Gruppe einen Vergleich der Hemmung der Basophil-Entgranulierung durch aIgE mit „phantomischen“ Verdünnungen von Histamin gegenüber reinen Wasser-Kontrollen.
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Diese Technik, kommentiert J. Benveniste, hatten wir in einer früheren Version des Artikels, den wir 1987 an Nature schickten, vorgestellt, die von der Gruppe von A. Spira (INSERM U 292) begutachtet und 1991 in den Comptes Rendus de l’Académie des Sciences veröffentlicht wurde. Wir hatten sie jedoch der direkten Aktivierung der Basophile vorgezogen, da diese einfacher war. Um sicherzustellen, dass bei den Experimenten der vier beteiligten Laboratorien keine Artefakte durch die Wissenschaftler eingeführt werden konnten, wussten diese nicht, was in den Testlösungen enthalten war. Mit anderen Worten, sie konnten nicht wissen, ob die Lösungen, die sie der anti-IgE-Basophil-Reaktion hinzufügten, „phantomische“ Histaminmengen enthielten oder einfach nur reines Wasser.
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Aber das war noch nicht alles. Die „phantomischen“ Histaminlösungen und die Kontrollen wurden in drei verschiedenen Labors hergestellt, die überhaupt nicht an den Experimenten beteiligt waren. Die gesamte Studie wurde von einem unabhängigen Forscher koordiniert, der alle Lösungen kodiert und die Ergebnisse gesammelt hat, aber nicht an den Tests oder der Analyse der Ergebnisse beteiligt war. Daher bleibt kaum Raum für Betrug oder Selbsttäuschung in dieser Angelegenheit. Die Ergebnisse, als sie eintrafen, waren daher eine völlige Überraschung. Drei der vier an der Studie beteiligten Laboratorien berichteten von einer statistisch signifikanten Hemmung der Basophil-Entgranulierung durch die „phantomischen“ Histaminlösungen im Vergleich zu den Kontrollen. Das vierte Labor erzielte ein Ergebnis, das fast signifikant war, sodass das Gesamtergebnis der vier Laboratorien für die „phantomischen“ Histaminlösungen positiv war.
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Doch Professor Ennis war immer noch nicht zufrieden. „In dieser Studie hatten wir die Basophile gefärbt und anschließend manuell gezählt, welche nach der Hemmung der Reaktion durch Histamin noch gefärbt waren. Sie könnten einwenden, dass ein menschlicher Fehler an dieser Stelle des Protokolls passieren könnte.“ Daher verwendete sie eine zuvor entwickelte Methode zur Zählung der Basophile, die vollständig automatisiert werden konnte und die Markierung der aktivierten Basophile mit einem monoklonalen Antikörper beinhaltete, der mittels Fluoreszenzreaktion beobachtet und von einer Maschine gemessen wurde. Das Ergebnis, das bald in Inflammation Research veröffentlicht werden soll, erwies sich als identisch mit dem vorherigen: Die Histamin...