Die Wut steigt
Das Sägen der Fugen zwischen den Blöcken im alten Ägypten
3. Dezember 2016
mit einem hohen Anteil an Arsen
Ich verweise hier auf , das Bulletin des Französischen Instituts für Orientalische Archäologie, unterzeichnet von Etienne Laroze und Antoine Garric.
Diese Arbeit beantwortet die Frage:
- Wie gelang es den Arbeitern in der Antike, massive Blöcke mit solcher Präzision anzuordnen?
Die Antwort ist äußerst geschickt. Sie wurde bereits vor mehr als einem Jahrhundert vorgeschlagen, doch erst mein Freund Antoine demonstrierte sie selbst in seinem Bauvorhaben im Freilichtmuseum von Karnak. Tatsächlich sind die Blöcke nur an den Rändern der Flächen miteinander verbunden, in einer Tiefe von 5–7 cm. Die Mitte der Flächen ist leicht mit dem Meißel eingekerbt (der Fachbegriff ist „abgemagert“), in einer Tiefe von einigen Millimetern. Die Anpassung erfolgt also durch das Sägen dieser Fugenkante mit einer sogenannten „sciotte“, was eine einfache Metallsäge (im alten Ägypten aus Kupfer) ist, die Quarzpartikel enthält (entweder hinzugefügt oder automatisch vorhanden im Sandstein, einer „sekundären Gesteinssorte“, die natürlicherweise abrasive Partikel enthält und somit naturgemäß „selbst-abrasiv“ ist). Die sciotte bewegt sich hin und her und schleift die Fuge ab.
Sehr wenige Originale von Werkzeugen wurden gefunden (Metall war ein wertvolles Gut und wurde systematisch wiederverwertet). Zudem sind die in Gräbern gefundenen Werkzeuge symbolische Nachbildungen, nicht funktional. Das ist, was die Autoren in ihrem Artikel schreiben:
Diese sciotte schleifen die Fugen ab, ohne sich stark abzunutzen. Sie dienen tatsächlich dazu, den Abriebstoff in Bewegung zu setzen: Quarzpulver.
Antoine Garric auf seinem Bauvorhaben. Er justiert die Horizontallinie mit einem Lotniveau aus der Zeit des Alten Reichs. Garric fügt gerade eine vertikale Fuge. Die folgenden Zeichnungen illustrieren diese Technik des Sägens der Blöcke (sehr schnell, ein Zentimeter pro Minute!). Die Sägearbeiten folgen direkt aufeinander:
Die Verbindung der Blöcke kann durch Injektion über einen vertikalen Kanal eines sehr flüssigen Gipses abgeschlossen werden, der eine Linsenform mit einer Dicke von einigen Millimetern bildet und mit den „abgemagerten“ Flächen in Kontakt steht. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Erdbeben ist dann maximal. Das folgende Foto beweist die tatsächliche Existenz dieser Injektionskanäle:
Kanäle zur Injektion des sehr flüssigen Gipses.
Diese Kanäle gewährleisten ebenfalls eine feste Verbindung der vertikalen Flächen. Man erkennt horizontale Einschnitte, die den Abfluss des Gipses begünstigen und eine ultra-feste Verbindung der horizontalen Flächen sicherstellen.
Die Fotos beziehen sich auf Ausgrabungen von Elementen aus der Zeit des Neuen Reichs (1500 v. Chr.). Es wäre wünschenswert, dass diese Studie auch auf die ältesten Elemente angewendet wird. Doch bereits jetzt zeigt sich eine Schlussfolgerung: Es ist nicht nötig, dass diese Blöcke „mit dem Laser geschnitten“ und durch „Antigravitation“ transportiert wurden. Sehr einfache Techniken ermöglichen Operationen, die bislang unverständlich schienen. Zudem hatte das aus ägyptischen Minen gewonnene Kupfer mechanische Eigenschaften, die denen des Bronzes nahe standen, was uns von dem Bild der ägyptischen Arbeiter mit weichen Werkzeugen aus reinem Kupfer abbringt.
Dennoch beantwortet dies nicht alle Fragen. Zum Beispiel bleibt ungeklärt, wie die Blöcke an Stätten in Südamerika verbunden wurden, wo Metalle unbekannt waren. Dies schließt auch nicht aus, dass diese sehr alten Zivilisationen Kenntnisse besaßen, die später verloren gingen. Die Anwesenheit einer „Multi-Vernier“-Technologie auf , dreitausend Jahre bevor Vernier diese Technik im Jahr 1631 wiederentdeckte, ist ein unbestreitbarer, beunruhigender Fakt, für den es bis heute keine Erklärung gibt.
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